29.12.2020 – Talente kämpfen zum Jahresende um die NRW-Kadernorm

Leon Vollstedt hat den nächsten Schritt in seiner sportlichen Karriere geschafft. Der 17-Jährige Triathlet aus Ratingen hat sich für den Landeskader des Nordrhein-Westfälischen Triathlonverbandes (NRWTV) qualifiziert. Mit seinen Leistungen über 800 Meter Schwimmen (9:59 Minuten) und für einen 5000 Meter-Lauf (16:34 Minuten) blieb Vollstedt unter den Normen des Verbandes und darf sich somit nun darauf freuen, mit den besten Nachwuchsathletinnen und -athleten des Landes zu trainieren.

„In so einem bescheidenen Jahr ist das für mich natürlich ein sensationeller Abschluss“, freute sich das aktuell größte Talent des Triathlon Team Ratingen 08. „Das gibt mir noch einmal weitere Motivation und ist eine schöne Bestätigung des Trainings, das in 2020 ja auch oft unter seltsamen Bedingungen stattfinden musste.“ Stolz auf die aktuelle Nominierung eines Sportlers des TTR08 ist auch der gesamte Verein. „Das ist ein tolles Ergebnis vom Leon, und zeigt auch die gute Arbeit im TTR“, kommentiert der Vereinsvorsitzende Burkhard Schmidt. „In der Region hat unsere Jugendabteilung mit Bezug auf den Leistungssport schon eine herausragende Stellung. Mit einem Athleten, der es in den Landeskader geschafft hat und weiteren, die in die Nähe einer Kaderqualifikation kommen könnten, stechen wir hervor“, verdeutlich er zudem die Größenordnung der Leistungen.

Solo-Wettkampf und filmische Dokumentation statt Kadersichtung

Genannte „seltsame Bedingungen“ galten auch für den Prozess der Kaderqualifikation, die normalerweise bei einem Sichtungswettkampf der Landestrainer stattfindet. In diesem Jahr waren alle Kandidaten angehalten, gemäß der bestehenden Corona-Regularien und dokumentiert in einem Video, ihre Schwimm- und Laufstärken zu demonstrieren. Somit hatte TTR-Cheftrainer Georg Mantyk vier Kaderkandidaten versammelt, die er im Schwimmbad Lintorf und im Stadion Ratingen anleitete und deren Solo-Wettkämpfe er filmisch festhielt.

Neben Leon Vollstedt war auch Jan Baumgarten mit von der Partie. Beide gehören der Altersklasse Jugend A an und hatten 800 Meter zu schwimmen und 5000 Meter zu laufen. Die weiteren zwei Talente aus Ratingen, Marie Deppmeyer und Hannah Sanders, zählen zur Jugend B, für die der NRWTV 400 Meter Schwimmen und 3000 Meter Laufen in den Kriterien vorsieht. Mit dem vorgesehenen Abstand gingen in jeweils zwei „Rennen“ die jungen Herren und die noch jüngeren Damen ins Bad und auf die Tartanbahn.

„Ratingen lebt Triathlon, egal wie die Umstände sind“

Vollstedt schaffte dabei beide Normen und darf sich nun auf die Einheiten am Nachwuchsleistungsstützpunkt in Essen freuen. Baumgarten war im Laufen nur eine Sekunde langsamer als sein Vereinskamerad (16:35 Minuten), blieb in 11:13 Minuten aber unter den erwarteten 10:00 Minuten über die Schwimmdistanz. Keinen guten Tag hatten leider die zwei B-Jugendlichen erwischt. Sowohl im Schwimmen als auch im Laufen konnten beide nicht an ihre Vorleistungen anknüpfen und verfehlten die für eine Nominierung vorgegebenen Zeiten.

„Corona hat unsere Trainingsmöglichkeiten elementar eingeschränkt, daher ist es umso höher einzuschätzen, dass Leon diese Zeiten geschafft hat“, betont Mantyk ebenfalls noch einmal die Besonderheit des Jahres 2020. „Das hat die anderen drei natürlich auch betroffen und sicherlich etwas gebremst. Aber alle haben Perspektiven und bleiben zukünftige Kandidatinnen und Kandidaten für den Kader. Und vergessen wir nicht Jan Ortjohann, der verletzungsbedingt aktuell keine Zeiten liefern kann, aber auch zum erweiterten Kreis für den Verband zählt.“

Das Triathlonjahr in Ratingen verabschiedet sich also mit einer guten Nachricht, nachdem der Stadtwerke Ratingen Triathlon auch als einer von wenigen Events in NRW durchgeführt werden konnte. „Ratingen lebt Triathlon, egal wie die Umstände sind“, versucht Mantyk auch optimistisch für die Saison 2021 zu bleiben.

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